Versicherungs-Lexikon

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 Rabatt
Durch Rabatte kann Versicherungsschutz erheblich billiger werden, wenn bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sind. Nachlässe gibt es beispielsweise bei Gruppenversicherungen, schadensfreiem Versicherungsverlauf oder längeren Vertragslaufzeiten. Ermäßigungen erhalten auch einige Personengruppen, wie zum Beispiel Beamte, Frauen, Singles oder Senioren. Andere Beispiele sind der Garagenrabatt, der Öko-Rabatt (für sparsame Fahrzeuge) oder der Airbag-Rabatt. Bei manchen Rabatten, insbesondere in der Autoversicherung, drohen Vertragsstrafen, wenn der Kunde die Rabattvoraussetzungen nicht wirklich erfüllt.
 Rechtschutzversicherung
Rechtschutzversicherungen gelten für bestimmte Rechtsgebiete. Sie übernehmen Anwalts-, Gerichts-, und Gutachterkosten in Zivil- und Strafprozessen, sofern Aussicht auf Erfolg besteht.
 Regionalklassen
In Großstädten lebt es sich gefährlicher als auf dem Land. Um den unterschiedlichen Schadensbedarf bei den Versicherungsprämien zu berücksichtigen, ist Deutschland von den Sach- und Autoversicherern in Regionalklassen unterteilt.
 Reisegepäckversicherung
Die Reisegepäckversicherung ergänzt den nur unzureichenden Schutz von Reisegepäck durch die Hausratversicherung. Sie leistet zum Beispiel für einfachen Diebstahl, weist aber viele Deckungslücken auf.
 Reisekrankenversicherung
Ergänzt im Ausland die Leistungen der Gesetzlichen und Privaten Krankenversicherung. In Ländern, mit denen die Bundesrepublik kein Sozialabkommen abgeschlossen hat, ist der Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung notwendig, da ansonsten kein Versicherungsschutz besteht.
 Rentenfonds
Fonds, der hauptsächlich beziehungsweise ausschließlich in verzinsliche Papiere investiert.
 Rentenmarkt
Bezeichnung für den Kapitalmarkt, der sich ausschließlich mit dem Handel von festverzinslichen Wertpapieren beschäftigt.
 Rentengarantiezeit
Die Vereinbarung einer Rentengarantiezeit sichert die Rentenzahlung für diese Periode auch bei vorzeitigem Tod. Der dann Bezugsberechtigte kann zwischen weiterer Rentenzahlung und einmaliger Zahlung des Barwertes dieser Beträge wählen. Je nach Eintrittalter kann die Garantiezeit zwischen 5 und 20 Jahren schwanken. Es kann eine Hinterbliebenen-Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Diese zahlt auch nach Ende der Garantiezeit. Eine stärkere Betonung der Hinterbliebenenversorgung mindert allerdings die Monatsrente.
 Rentenversicherung
Sie ist eine Versicherung mit vertraglich von vornherein auf Rentenzahlungen gerichteten Leistungen. Bei der Rentenversicherung können gleichbleibende Renten vorgesehen sein, aber auch steigende oder fallende. Die gebräuchlichste Form der privaten Rentenversicherung ist die Leibrente. Sie wird bis Lebensende der versicherten Person bezahlt. Es ist möglich, Witwen- und Waisenrenten einzuschließen. Die Leibrente kann durch laufende Beitragszahlungen (aufgeschobene Leibrente) oder durch Zahlung eines Einmalbeitrags (aufgeschobene oder sofort beginnende Leibrente) erworben werden. Bei Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht kann vor Ablauf der Aufschubzeit (vertraglich z.B. spätestens 3 Monate vor Ablauf) anstelle der Rentenzahlung eine einmalige Kapitalabfindung beantragt werden, frühestens aber nach Ablauf von zwölf Jahren. Beträgt die Aufschubdauer lediglich zwölf Jahre, dann kann das Kapitalwahlrecht frühestens fünf Monate vor Ablauf ausgeübt werden.
 Risiko
Die Gefahr das ein Schaden eintritt.
 Risikoanteil
Der Risikoanteil ist der Teil der Prämie, der auf den eigentlichen Schutz und die Schadensregulierungskosten entfällt. Der restliche Beitrag wird für die Vertragsverwaltung, den Unternehmensgewinn und bei kapitalbildenden Verträgen (Leben, Rente) auch für das Deckungskapital verwendet.
 Risikomerkmal
Risikomerkmale dienen als Anhaltspunkt um zu ermitteln, mit welchem Risiko eine Gefahrtragung verbunden ist. Die Risikomerkmale werden durch Auswertung der Angaben des Antragstellers im Antrag erfasst. Man unterscheidet zwischen objektiven Risikomerkmalen und subjektiven Risikomerkmalen.

Die subjektiven Risikomerkmale sind alle Gefahrenmerkmale, die in der Person des Versicherungsnehmers oder durch Personen in dessen Umgebung begründet sind. Das subjektive Risiko muss in die Risikoprüfung eingeschlossen werden, da subjektive Risiken dazu beitragen, den Versicherungsfall schneller eintreten zu lassen als dies nach objektiven Kriterien zu erwarten wäre. Subjektive Risikomerkmale können nicht eindeutig erfasst werden, deshalb fließen sie auch nur nach Schätzung in die Beitragskalkulation ein.

Die objektiven Risikomerkmale sind alle Gefahrenmerkmale, die der zu versichernden Sache oder Person erkennbar und nachprüfbar innewohnt.

In der Gebäudeversicherung sind dies z.B. die Bauart, die Nachbarschaftsgefahr, die Nutzung des Gebäudes. In der Personenversicherung werden nur die Risikomerkmale zu den objektiven Risikomerkmale gezählt, die als allgemeingültige Kriterien nachweisbar und feststellbar sind wie z.B. das Geschlecht, das Alter oder Vorerkrankungen. Da objektive Risikomerkmale eindeutig erfasst werden können, fließen sie immer in die Beitragskalkulation ein.

 Risiko-Lebensversicherung
Die Risikolebensversicherung wird nur im Todesfall ausgezahlt. Sie dient der Hinterbliebenenversorgung, vor allem der preisgünstigen Absicherung junger Familien mit Kindern wenn das Familienoberhaupt stirbt. Bei Hypotheken oder Ratenkrediten verlangt der Kreditgeber oft eine Absicherung. Kapital wird bei dieser Versicherungsform nicht gebildet.
 Rückkaufswert
Geldbetrag, der dem Versicherungsnehmer im Fall der vorzeitigen Kündigung einer Lebensversicherung vertraglich zusteht. Je nach Form der Versicherung wird ein gewisser Anteil der angesammelten Beiträge und Gewinnbeteiligungen einbehalten. Hierzu gehören die Risiko- und Kostenanteile und ein Stornoabzug. Je fortgeschrittener die Laufzeit, desto günstiger wird das Verhältnis von eingezahlten Beiträgen und Auszahlung.
 Rücknahmegebühr
Einige ausländische Fondsanbieter erheben nicht nur beim Kauf, sondern auch beim Verkauf von Fondsanteilen eine Gebühr.
 Rücknahmepreis
Entspricht dem Anteilwert. Der Rücknahmepreis ist der Preis, den der Anleger beim Verkauf seiner Fondsanteile erhält. Es handelt sich hierbei in aller Regel um den Nettoinventarwert. Dieser wird meist börsentäglich berechnet und auch veröffentlicht. Manche Kapitalanlagegesellschaften erheben allerdings Rücknahmegebühren. Diese können sinken, je länger ein Anteil gehalten wird.


Riester Förderung

Mit folgenden Zuschüssen können Sie jedes Jahr rechnen:

Ledige

154€

Ehepaar

308€

pro Kind

185€

pro Kind geb. ab 2008

300 €

jährliche Förderung

793 €

für eine Familie mit 2 Kinder


Wer kann riestern?

- Angestellte
- Beamte und Anwärter
- Berufs- und Zeitsoldaten
- Pflichtversicherte
  Selbständige
- Arbeitslose
- Hartz-IV-Empfänger
- Hausfrauen / Hausmänner


Riester-Varianten

Riester bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten, fürs Alter vorzusorgen:
- Fondssparpläne
- Fondsgebundene
  Rentenversicherung
- Klassische Riesterverträge
- Banksparpläne
- Wohn-Riester

Welches Riester-Produkt für Sie ideal ist, erfahren Sie in unserem unabhängigen, kostenlosen Vergleich.


Alternativen zur Riesterrente

Wer keine Riester Rente abschließen kann oder will, dem stehen z.B. folgende Alternativen zur Wahl:
- Rürup Rente
- Lebensversicherung
- Betriebliche Altersvorsorge



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