Versicherungs-Lexikon

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 Garagenrabatt
Wer sein Auto in der Garage parkt, kann ein paar Prozent Versicherungsprämie sparen. Gut, wenn sowieso eine Garage vorhanden ist, überflüssig und teuer, wenn man deswegen extra eine Garage mieten muss.
 Garantiefonds
Fondstyp, bei dem meist am Ende einer festgesetzten Fondslaufzeit entweder das eingesetzte Kapital zurückgezahlt wird oder wenigstens ein bestimmter Prozentsatz davon.
 Gebäudeversicherung
Versicherung für Häuser und das fest verbundene Zubehör gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und einige andere Gefahren.
 Gefahrengruppe
Ein Unfallversicherer unterscheidet nach Gruppen höherer und geringerer Gefahr. Typische Unterscheidungen sind Gefahrengruppe A für kaufmännisch und aufsichtsführend Tätige, B für Handwerker und K für Kinder.
 Gefahr-Erhöhung
Nach Gefahrerhöhungen fragen die Sachversicherer (z.B. Hausrat, Gebäude) stets in ihren Antragsformularen. Gemeint ist damit zum Beispiel das Sägewerk auf dem Nachbargrundstück, durch das ein erhöhtes Feuerrisiko besteht.
 Geldmarktfonds
Fonds, die 100 Prozent ihrer Gelder in Bankguthaben, Geldmarkttiteln oder Wertpapieren mit kurzen Laufzeiten anlegen.
 Genesungsgeld
Das Genesungsgeld ist ein Leistungsangebot der privaten Unfallversicherung, das nur in Verbindung mit einem Krankenhaustagegeld versichert werden kann. Das Genesungsgeld wird für die gleiche Anzahl von Kalendertagen gewährt wie das Krankenhaustagegeld, längstens jedoch für 100 Kalendertage. Nach den Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen 2000 ist es gestaffelt für den 1. bis 10. Tag, für den 11. bis 20. Tag und für den 21. bis 100. Tag des Krankenhaustagegeldes. Die Prozentsätze variieren von Versicherer zu Versicherer. Der Anspruch auf Genesungsgeld entsteht mit der Entlassung aus dem Krankenhaus und ist unabhängig von dem Gesundheitszustand des Versicherten.
 Gemischte Lebensversicherung
Bei der gemischten Lebensversicherung ist die vereinbarte Versicherungssumme am Ende der Vertragslaufzeit (Erlebensfall) oder bei vorzeitigem Tod (Todesfall) fällig. Der Versicherer wird also in jedem Fall leistungspflichtig. Der Beitrag muss bis zum Eintritt der Leistungspflicht gezahlt werden. Er setzt sich aus einem Spar- und Risikoanteil zusammen.
 Gesetzliche Krankenkasse
Rund 90% der Bevölkerung gehören der GKV an, die Aufgaben hat der Gesetzgeber genau geregelt. Den Mitgliedern wird in erster Linie eine Grundversorgung für den Krankheitsfall geboten. Das finanzielle Risiko wird gemindert. Man unterscheidet drei Gruppen: Pflichtversicherte, freiwillig Versicherte und Familienversicherte.
 Gesundheitsprüfung
Die Angaben des Kunden zu seiner körperlichen und seelischen Fitness sind für den Personenversicherer (Kranken, Pflege, Leben und Unfall) zur Beurteilung des Risikos erforderlich. Danach wird über eine Annahme oder Ablehnung des Antrages entschieden oder es werden Risikozuschläge bzw. Ausschlüsse verlangt. Wer seinen Versicherer belügt, muss damit rechnen, dass das Unternehmen im Schadensfall die Leistung verweigert.
 Gewinnbeteiligung
Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit müssen erwirtschaftete Überschüsse ihren Mitgliedern zugute kommen lassen. Sie tun dies regelmäßig durch Gewinnbeteiligungen, die oftmals allen Mitgliedern - unabhängig von der Schadensfreiheit - zugute kommt.
 Gewinnverwendung
Die von Versicherungen erzielten Gewinne werden entweder als Eigenkapital im Unternehmen behalten oder ausgeschüttet. Aktiengesellschaften zahlen ihren Aktionären Dividende, Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit kehren eine Gewinnbeteiligung aus.
 Gleitender Neuwert
Die Versicherungssumme in der Gebäudeversicherung wird gemäß dem Baukostenindex des statistischen Bundesamtes verändert (meistens erhöht). Dank dieses gleitenden Neuwerts ist der Wiederaufbau eines zerstörten Gebäudes auch dann sichergestellt, wenn seit dem Versicherungsabschluss die Baukosten erheblich gestiegen sind. Für die jährliche Anpassungen der Versicherungssumme an die Entwicklung der Baupreise wird der "Wert 1914" als Bezugspunkt verwendet. Der Wert des Hauses - egal welchen Baujahres - wird auf das Jahr 1914 zurückgerechnet. Mit dem Prämienfaktor wird dann der Grundbeitrag für den "Wert 1914" auf das aktuelle Jahr hochgerechnet.
 Gliedertaxe
Wie hoch die Invaliditätsentschädigung in der Unfallversicherung ist, hängt von der Schwere der Unfallfolgen ab. Um die Bestimmung des Invaliditätsgrades in Standardfällen zu erleichtern, wird eine Gliedertaxe vereinbart. Bei Verlust oder Gebrauchsunfähigkeit von Organen oder Körperteilen wird dann jeweils ein entsprechender Prozentsatz der Versicherungssumme fällig.
 Gruppenversicherung
Vereine oder Unternehmen vereinbaren mit Versicherern Gruppenversicherungen, um ihren Mitgliedern oder Mitarbeitern besonders günstige Konditionen zu sichern. Die Vereine oder Firmen übernehmen den Einzug der Beiträge und die Betreuung der Versicherten und erhalten dafür von der Versicherung zumindest ermäßigte Prämien, bei Krankenversicherungen manchmal auch Mehrleistungen und erleichterte Aufnahmebedingungen.
 GRV (Gesetzliche Rentenversicherung)
Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein Versicherungszweig der Sozialversicherung. Arbeitnehmer sowie bestimmte Gruppen von Selbstständigen und freiberuflich Tätigen, die der Gesetzgeber als besonders schutzbedürftig einstuft (z.B. Hebammen, Journalisten, Künstler), sind in der GRV pflichtversichert. Die Voraussetzung für eine Rente aus der GRV ist die Zahlung von Beiträgen. Die GRV leistet eine Altersrente, eine Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente sowie Rehabilitationsmaßnahmen. Die Höhe der Rente richtet sich nach der Höhe und Anzahl der entrichteten Beiträge.








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